Forschende Senioren/innen - Schweiz forscht - Citizen Science in der Schweiz

Was ist Citizen Science?

Citizen Science wird immer mehr als ein Sammelbegriff fĂĽr die vielen Herangehensweisen verwendet, wie Freiwillige in der Wissenschaft beteiligt werden.

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Gesellschaft

Forschende Senioren/innen

Senioren/innen forschen gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen des IKOA.
  • 60+
  • Partizipation
  • Forschung
Kategorie: Gesellschaft
Medium: Analog
Aktivität: auswerten, beobachten, sammeln, schreiben, sonstiges
Kanton: St. Gallen
Projekt aktiv: Ja

Worum geht es in dem Projekt konkret?

Das Stichwort „Partizipation“ spielt eine wesentliche Rolle im Forschungsverständnis des Interdisziplinären Kompetenzzentrums Alter der Fachhochschule St. Gallen (IKOA-FHS). Es soll nicht nur über, sondern gemeinsam mit älteren Menschen zu Fragen des Alter(n)s geforscht werden. Nur wenn alle betroffenen Akteure konsequent in den gesamten Forschungsprozess einbezogen werden, können valide Erkenntnisse geschaffen und sozial verträgliche und nachhaltige Lösungen gefunden werden. Um hier einen ersten Beitrag zu leisten, hat das IKOA zwei Gruppen mit partizipativ forschenden Senioren/innen aufgebaut. Die erste Gruppe aus St.Gallen besteht seit 2015 und die zweite Gruppe aus dem Bodenseeraum seit 2016. Zusammen mit den Forschenden des IKOA werden hier von den teilnehmenden Senioren/innen Projekte initiiert und bearbeitet. Im Rahmen der partizipativen Forschung soll die soziale Wirklichkeit betroffener Personengruppen (in diesem Projekt ältere Personen) durch ihre Einbeziehung in den Forschungsprozess sichtbar und fassbar werden. Weiter möchte die partizipative Forschung Einfluss auf die soziale Wirklichkeit nehmen und diese verändern. Dies soll durch die Zusammenarbeit von Laienforschung und wissenschaftlicher Forschung erreicht werden. Die Partizipation kann auf unterschiedlichen Stufen realisiert werden, wie dies anhand des Stufenmodells der Partizipation von Wright, Block & von Unger (2010) dargestellt wird. Die hier beschriebenen Projekte liegen bei der Umsetzung und Realisierbarkeit auf den höchsten Stufen der Partizipation (Stufen 8 und 9).

Wie können Bürger mitforschen?

Die partizipative Forschung des IKOA bezieht Senioren/innen als Laienforscher/innen aktiv in die verschiedenen Phasen des Forschungsprozesses mit ein. Hierbei arbeiten Wissenschaftler/innen und Laienforscher/innen gleichberechtigt zusammen. Ziel ist die aktive Teilhabe und nicht nur Teilnahme der nicht-wissenschaftlichen Akteure am Forschungsprozess. Die forschenden Senioren/innen des IKOA haben vielfältige Interessen und unterschiedliche Hintergründe. Gemeinsam ist ihnen, dass sie neugierig sind und sich für Themen, welche ihnen für ihre und zukünftige Generationen älter werdender Menschen wichtig erscheinen, engagieren möchten. Die Laienforscher/innen sollen im gesamten Forschungsprozess – von der Themenfindung bis zur Umsetzung und Auswertung eines Forschungsprojektes – eine aktive Rolle spielen. Mit Hilfe des IKOA initiieren sie Forschungsprojekte und beforschen diese aktiv mit. Dafür werden sie durch das IKOA methodisch geschult und aktiv unterstützt. Die Einbindung der partizipativen Forschergruppen in die verschiedenen Phasen eines Forschungsprozesses erfordert eine intensive Aufbauarbeit und einen Kennenlern- bzw. Findungsprozess zwischen Wissenschaftler/innen und Laienforscher/innen. Dazu finden regelmässige Treffen statt. Gemeinsam wurden die Themen („Wohnvisionen im Alter“ respektive „Soziale Einbindung im Alter“) festgelegt und diese werden nun gemeinsam bearbeitet. Zur Qualifikation der Laienforscher/innen finden Methodenschulungen und -übungen statt (v. a. qualitative Forschungsmethoden). Bei allen Schritten werden die Laienforscher/innen engmaschig durch die Wissenschaftlerinnen des IKOA betreut. Die Senioren/innen der Forschergruppe aus St.Gallen führten mit anderen Senior/innen leitfadengestützte Interviews zum Thema „Wohnvisionen im Alter“ durch. Zurzeit werden die Interviews, welche durch einen studentischen Mitarbeiter transkribiert wurden, gemeinsam von den Wissenschaftlerinnen des IKOA und den forschenden Senioren/innen ausgewertet. Die forschenden Senioren/innen aus dem Bodenseeraum, welche sich selbst den Namen „Forschende Silberfüchse“ gaben, sind sehr engagiert und treffen sich auch ohne die Wissenschaftlerinnen des IKOA, um an ihrem Thema weiterzuarbeiten. Aktuell wird hier die vorhandene Literatur zum Thema „Soziale Einbindung im Alter“ gesichtet und es werden Forschungslücken und mögliche Fragestellungen diskutiert. Ihre Erkenntnisse besprechen die Laienforscher/innen anschliessend mit den Wissenschaftlerinnen des IKOA.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Aufgrund des sehr experimentellen Vorgehens wird die Gelegenheit genutzt, den partizipativen Prozess an sich genauer zu betrachten. Die Sicht der Laienforscher/innen auf die Methode der partizipativen Forschung wird mittels eines selbst entwickelten Evaluationsfragebogens mit offenen und geschlossenen Fragen laufend evaluiert. Die Evaluationsergebnisse und die Erkenntnisse des IKOA werden an Kongressen präsentiert und in Fachzeitschriften publiziert. Die Ergebnisse aus den Forschungen, welche die forschenden Senioren/innen betreiben, werden nach Möglichkeit in wissenschaftlichen Publikationen kommuniziert und sollen zurück in die Forschung fliessen. Aufgrund der Resultate der Forschungen der partizipativen Gruppen können beispielsweise neue Hypothesen generiert werden, welche in einer Folgestudie auch mit quantitativen Methoden getestet werden können. Ein weiteres Ziel ist, dass die Wissenschaftlerinnen des IKOA gemeinsam mit den forschenden Senioren/innen einen Forschungsantrag zur Projektförderung einreichen.

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Forschende Senioren/innen

Senioren/innen forschen gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen des IKOA.
Zielgruppe: Erwachsene
Medium: Analog
Aktivität: auswerten, beobachten, sammeln, schreiben, sonstiges

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In den letzten Jahren haben smarte Technologien und neue Lifestyle die Herausforderungen der Stadt in den Bereichen Arbeit, Leben und Wohnen verändert. Auf der anderen Seite stehen wir den neuen Herausforderungen der Urbanisierung gegenüber: Wie wollen wir unsere Städte weiter entwickeln?

Zielgruppe: Erwachsene, Familien, Jugendliche, Schulklassen Primarstufe, Schulklassen Sekundarstufe
Medium: Homepage, Smartphone Apps
Aktivität: beobachten, basteln, fotografieren, online mitmachen, sammeln, schreiben, sonstiges

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Das Smartphone spielt eine bedeutende Rolle für Jugendliche. In den öffentlichen Diskussionen kommen die Jugendlichen selbst kaum zu Wort. Im Forschungsprojekt „Generation Smartphone“ erforschten Erwachsene und Jugendliche gemeinsam die Smartphonenutzung Jugendlicher.

Zielgruppe: Jugendliche
Medium: Analog
Aktivität: auswerten

smapshot

smapshot est une machine à remonter le temps créée à partir de photographies d'archives. Les volontaires nous aident à retrouver la position exacte des photographies.

Zielgruppe: Erwachsene, Jugendliche
Medium: Homepage
Aktivität: beobachten, online mitmachen
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